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6 Fragen an einen Lehrlings-Ausbilder

Simon (32) ist Lehrlingsausbilder bei der Heron Innovations Factory. Heron ist ein erfolgreiches, weltweit aktives Industrieunternehmen in Vorarlberg. Wir wollten von ihm unter anderem wissen, welche Bewerbungen ihn überzeugen, worauf er beim Bewerbungsgespräch Wert legt und ob Schulnoten eine große Rolle bei der Auswahl passender BewerberInnen spielen.

Simon Kohlbacher von Heron

#1 Womit können BewerberInnen bei dir punkten?

Eine Bewerbung kann bei mir durch eine korrekte Form und ein ansprechendes Layout punkten. Die Unterlagen sollten vollständig sein und alle Zeugnisse sowie einen Lebenslauf enthalten. Auch ein gutes, professionelles Bewerbungsfoto ist für mich wichtig.

#2 Nach welchen Kriterien suchst du die BewerberInnen aus?

Der erste Eindruck zählt und den erhalte ich in den meisten Fällen durch die eingereichten Unterlagen. Wichtig ist für mich natürlich das Bewerbungsprofil, also ein passendes Alter und eine passende Schulbildung. Aber auch Hobbies und persönliches Engagement können ein Auswahlkriterium sein.

#3 Wie wichtig sind dir Schulnoten?

Schulnoten sind für mich eher zweitrangig. Sie sind subjektiv und von den Lehrpersonen abhängig. Sie spiegeln nicht die Fähigkeiten und Talente der BewerberInnen wider. Diese können Bewerberinnen und Bewerber bei uns bei einem Schnupper-Tag unter Beweis stellen.

#4 Was sind deiner Meinung nach No-Gos in einer Bewerbung?

No-Gos bei einer Bewerbung sind für mich falsche Anreden oder Anschriften, Selfies oder unprofessionelle Fotos und Rechtschreibfehler. Fotos von Zeugnissen gehen für mich gar nicht. Alle beigefügten Dokumente müssen gescannt sein.

#5 Was erwartest du beim Bewerbungsgespräch von den BewerberInnen?

Ich erwarte ein gepflegtes und freundliches Auftreten von den Bewerberinnen und Bewerbern. Sie sollten ausgeschlafen und fit sein und sich angemessen ausdrücken können. Ich möchte auch merken, dass sie sich auf das Gespräch vorbereitet haben und Fragen zum Unternehmen und zur Lehre stellen.

#6 Was rätst du BewerberInnen, die eine Absage erhalten haben?

Nicht aufgeben! Wenn nicht ganz klar ist, warum eine Absage erteilt worden ist, sollte man unbedingt beim Unternehmen nachfragen. Nur dann kann man es beim nächsten Mal besser machen.