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Lehre oder Schule? Dein Weg zum Traumberuf!

Wenn du diesen Text angeklickt hast, dann drückst du wahrscheinlich gerade die Schulbank und fragst dich, wie es mit deiner Ausbildung weitergehen soll. Da du schon sehr früh diese sehr wichtige Entscheidung treffen musst, bist du vermutlich verunsichert, ob deine Entscheidung die Richtige sein wird. Keine Angst – das geht nicht nur dir so! Nur wenige Jugendliche in deinem Alter wissen schon in jungen Jahren, was sie einmal werden möchten. Sie übernehmen dann beispielsweise einmal den Betrieb ihrer Eltern und machen – gar keine Frage – die entsprechende Ausbildung dafür. Für alle anderen stellt sich jedoch die Frage: Lehre oder Schule? Oder beides, geht das? Lehrberuf.info liefert Antworten auf deine Fragen!

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Als Schüler sind dir die Vor- und Nachteile von einer Schulausbildung bestimmt ein Begriff: Man bekommt in Österreich eine sehr gute und umfassende Ausbildung in den unterschiedlichsten Bereichen. Wenn du dich also dafür entscheidest, länger in der Schule zu bleiben als die vorgeschriebenen neun Pflichtjahre, dann kannst du damit rechnen, dass deine Schulbildung noch umfassender wird und du auch eine bessere Fremdsprachenausbildung erhältst. Welche Vorteile es hat, Fremdsprachen zu beherrschen, kannst du in diesem Blogeintrag nachlesen.

Diese Allgemeinbildung ermöglicht es dir auch, eine Vielzahl an unterschiedlichen Berufen auszuüben. Du musst dich nicht sofort für einen Job entscheiden, der dir womöglich nur kurze Zeit Spaß macht, sondern kannst mühelos die Branche wechseln, wenn es dir nach mehr Abwechslung ist oder dir eine Arbeit doch nicht so viel Freude bereitet, wie du es dir vorgestellt hast.

Ein Nachteil von einer höheren Schule ist, dass du wahrscheinlich viele Dinge lernen musst, die dich nicht wirklich interessieren und von denen du denkst, dass du sie nie wieder gebrauchen wirst. Sehr oft ist das tatsächlich so, jedoch ist das Ziel einer Allgemeinbildung eben, dass wirklich jeder die Chance bekommen soll, sich später auf sein bevorzugtes Gebiet spezialisieren zu können. So bietet beispielsweise ein Chemieunterricht die Grundlage für zukünftige Chemiker und Forscher – auch wenn du dich viel lieber mit Sprachen beschäftigst und nie wieder eine chemische Formel brauchen wirst.

Als Schüler wirst du wahrscheinlich auch zu schätzen wissen, dass du sehr viel Freizeit und Ferien hast – wenn du später einmal arbeiten gehst, dann bleiben dir für deine Freizeitaktivitäten oft nur die Wochenenden und Urlaubswochen.

Ein Vorteil der Lehre: Sie ist praxisnah. Vom ersten Arbeitstag an legst du selbst Hand an und sammelst erste Praxiserfahrung in deinem Beruf. Ob du nun Handwerker bist und am Bau oder in der Werkstatt arbeitest, als Bäcker in der Backstube stehst oder auch als Koch deine ersten Gerichte zauberst: Diese sofort sichtbaren Erfolge deiner Arbeit motivieren dich und fördern deine Leistungsbereitschaft. Dein erstes eigenes Möbelstück, dein erstes eigenes Brotrezept, der erste eigenhändig reparierte PC oder dein erster funktionierender Stromanschluss: Du kannst stolz auf dich sein!

Während deine Kollegen noch die Schulbank drücken, kannst du bereits deinen Chef mit deiner geleisteten Arbeit beeindrucken und wer weiß, vielleicht wirst du schon bald befördert und steigst im Unternehmen auf. Damit wärst du deinen Freunden garantiert einen Schritt voraus! Außerdem stellen viele Firmen bevorzugt fertige Lehrlinge statt Schüler ein, da Lehrlinge bereits Praxiserfahrung mitbringen, die sie in der Lehrzeit sammeln konnten.

Als Lehrling verdienst du außerdem dein eigenes Geld, und auch das bereits ab dem ersten Monat. Üblicherweise startest du mit einem Einstiegsgehalt von etwa 400 bis 900 Euro pro Monat. Diese sogenannte Lehrlingsentschädigung steigert sich dabei in jedem Lehrjahr. Lehrlingsgehälter von über 1.500 Euro und mehr im letzten Lehrjahr sind je nach Kollektivvertrag (KV) keine Seltenheit.

Als Lehrling übernimmst du früh Verantwortung für dich selbst. Anstatt einem vorgegebenen Stundenplan zu folgen bist du selbst für deine Planung und Zeiteinteilung zuständig. Du hast nicht nur dein erstes eigenes Einkommen, sondern auch erste eigenverantwortliche Pflichten, die dich auf das Berufsleben vorbereiten. Durch diese frühe Eigenverantwortung bekommst du auch die Chance, deine Karriere bereits in jungen Jahren zu starten.

Wenn du dich dafür entscheidest, eine Lehre zu machen, dann triffst du schon mit 14 oder 15 Jahren deine erste große Karriereentscheidung. Entscheiden musst du dich nicht nur für die Art deiner Ausbildung, sondern auch gleich, welchen Lehrberuf du erlernen willst. Die Auswahl aus über 200 Lehrberufen ist groß und du solltest dir ganz sicher sein, dass die gewählte Lehrstelle die Richtige für dich ist. Bedenke dabei, dass sich Interessen vor allem in deinem Lebensalter ändern können. Ein Branchenwechsel – ein Wechsel von einem Beruf in einen ganz anderen – ist unter Umständen mühsam, da du dich während deiner Lehrzeit sehr auf ein spezielles Gebiet konzentriert hast.

Wenn du dich nicht zwischen zwei Lehrberufen entscheiden kannst, dann ist eine Doppellehre eine gute Option für dich. Bei einer Doppellehre erlernst du zwei Lehrberufe, die sich thematisch ergänzen, wie zum Beispiel KFZ-Techniker/-in und Elektroniker/-in oder Koch/Köchin und Restaurantfachmann/Restaurantfachfrau. Dir muss auch klar sein, dass du dich – wenn du dich für eine Lehre entscheidest – durch deine Spezialisierung auf einen Bereich (z.B. Einzelhandel, Gastronomie oder Handwerk) sehr viel mit diesen entsprechenden Themengebieten auseinandersetzen wirst.

Das ist einerseits ein Vorteil, weil du in deiner gewählten Branche zum absoluten Spezialisten wirst, jedoch kann es auch zum Nachteil werden, da du mitunter weniger Allgemeinbildung erhältst als deine Kollegen, die länger zur Schule gehen. Das heißt jedoch nicht, dass du nicht deine anderen Interessen im Leben verfolgen und dich in der Freizeit selbstständig weiterbilden kannst. Vor allem in der heutigen Zeit, in der das gesamte Wissen der Welt im Internet zu finden ist, steht dir die Welt offen!

Jedoch muss dir auch klar sein, dass du erstmal weniger Freizeit haben wirst: Berufsschule und Arbeit nehmen im Schnitt 40 Stunden pro Woche in Anspruch. Wenn du jedoch erst einmal eine Lehrstelle gefunden hast, die dir Spaß macht und wo du auch gerne hingehst, dann wirst du deine Entscheidung nicht bereuen.

Oftmals wird eine Lehre nicht so hoch angesehen wie beispielsweise ein abgeschlossenes Studium, jedoch solltest du dich davon nicht beirren lassen: Ja nachdem, welche beruflichen Vorstellungen du hast, ist eine Lehre in vielen Fällen ein besserer Berufsstart als ein (Hoch-)Schulabschluss. Auch über das vermeintlich höhere Gehalt, das Akademiker nach absolviertem Studium erwarten können, solltest du dir keine Gedanken machen, denn auch du hast die Chance, dich im Beruf zu beweisen und dich bis zur Chef-Position hochzuarbeiten. Außerdem musst du bedenken, dass Studierende oftmals erst mit Ende Zwanzig oder sogar noch später ihr eigenes Geld verdienen, mehr als 10 Jahre nach Lehrlingen!

Ein weiterer Faktor, der berücksichtigt werden muss, ist auch die Entwicklung am Arbeitsmarkt: Während in vielen Branchen ein Fachkräftemangel herrscht, kann noch lange nicht sichergestellt werden, dass auch jeder Universitäts- oder Hochschulabsolvent einen Job in seinem Fachgebiet findet. Mit einer abgeschlossenen Lehrausbildung stehst du hierbei mitunter deutlich besser da.

Auch wenn du dich für einen Lehrberuf entschieden hast kannst du gleichzeitig einen Maturaabschluss machen. Eine Lehre mit Matura ist zwar nicht immer ganz einfach zu bewältigen, da du gleich in doppelter Hinsicht (Arbeit und Lernen) gefordert wirst, sie bringt dir jedoch auch viele Vorteile: Du bekommst nicht nur eine tolle Ausbildung (sowohl Allgemeinbildung als auch Praxiserfahrung), sondern hast auch enorme Karrieremöglichkeiten und dir bleibt sogar die Chance offen, an deine Ausbildung ein Studium dranzuhängen.

Bei der Lehre mit Matura gibt es zwei Möglichkeiten: Mit dem „Begleitenden Modell“ wird dir deine Maturavorbereitung nicht als Arbeitszeit gerechnet, sie läuft somit parallel zu deiner Lehrlingsausbildung ab. Damit hat sie auch keinen Einfluss auf deinen Lehrvertrag und deine Lehrlingsentschädigung. Beim „Integrierten Modell“ (IM), bei dem die Maturavorbereitung als Arbeitszeit gerechnet wird, wiederum gibt es zwei weitere Möglichkeiten: Mit oder ohne verlängerter Lehrzeit. Wenn die Lehrzeit verlängert wird, dann wird ein neuer Lehrvertrag erstellt und die Lehrzeit korrigiert. Findet der Umstieg auf eine Lehre mit Matura ohne Lehrzeitverlängerung statt, dann ist kein neuer Lehrvertrag nötig, jedoch wird die Verpflichtung zur Freistellung während der Maturavorbereitung in einem Zusatzvertrag festgehalten.

Fazit

Wie du siehst, stehen dir alle Türen offen – ganz egal, worin deine Stärken und Interessen liegen. Sowohl Schule als auch Lehre haben ihre eigenen Vor- und Nachteile, die du selbst abwägen musst. Wenn du noch immer unentschieden bist, welchen Ausbildungsweg du wählen sollst, dann mach doch gleich den Karrieretest von Lehrberuf.info! Beantworte einfach die Fragen unseres Berufstests und in nur wenigen Minuten verraten wir dir, welche Ausbildung am besten zu dir passt – Schule, Lehre oder Lehre mit Matura!